Wenn schlechtere Konditionen drohen: Das eigene Kontomodell genau prüfen

 

Schlechtere Leistungen, höhere Preise: Auf private Bankkunden rollt derzeit eine Welle von Gebührenanhebungen und Inklusiv-Kürzungen zu. Angesichts der kräfte- und geldzehrenden Zinspolitik der EZB versuchen die Kreditinstitute nun, ihre Bilanzen zu sichern und nicht in die roten Zahlen zu rutschen. Leidtragende sind dabei in erster Linie die Privatkunden, denn sie müssen sich auf schlechtere Konditionen und weniger Service einstellen.

Alle Banken wollen sparen

Ein bei Sparern wie institutionellen Anlegern und Investoren gleichermaßen verhasstes Wort geht derzeit um im deutschen und europäischen Bankenbereich: Negativzins. Die Tatsache, dass auch Kreditinstitute für das von ihnen bei der Europäischen Zentralbank (EZB; www.ecb.europa.eu) geparkte Geld zahlen müssen, ruft allerorten die Frage auf den Plan, wie die entstandenen Zusatzkosten effektiv aufgefangen werden können. Da sich die Unternehmen bislang noch scheuen, die Strafzinsen an gewöhnliche Privatkunden weiterzugeben, wird derzeit kräftig an der Gebührenschraube gedreht. Vorbei ist offenbar die Zeit der kostenlosen Girokonten inklusive aller Standardleistungen, denn von überall her werden Berichte über eine Abschaffung der Gratis-Konten sowie über eine Einschränkung des Funktionsumfanges laut. Ganz grundsätzlich gehen die Banken hierbei zwei Wege: Entweder wird für gleiche Leistungen eine höhere monatliche Kontoführungsgebühr verlangt, oder die Kunden erhalten für ihr Geld weniger Leistungen.

Die Postbank macht es vor

Einst bereits ab moderaten 1.000 EUR Geldeingang pro Monat kostenfrei, verlangt die Postbank ab dem 1. November 2016 einen Betrag von 3,90 EUR an Gebühren. Erst ab einer Summe von 3.000 EUR ist das "Postbank Giro plus Konto" dann noch gratis zu haben. Auch Studenten ab einem Alter von 22 Jahren müssen im Spätherbst für ein Konto bei der Konzerntochter der Deutschen Bank blechen. Auf den ersten Blick wird hier auch der Trend zu mehr onlinegestützter Kontoführung eine große Rolle spielen: Kunden, die ihr Konto über das Internet führen und auf persönlich besetzte Kassen verzichten, werden durch niedrigere Monatskosten belohnt; Kontoinhaber, die weiterhin lieber auf eine persönliche Finanzberatung setzen, haben das Nachsehen.

Die eigenen Kontokosten kritisch prüfen

Neben der Postbank, die bereits Tatsachen geschaffen hat, wurde bereits im Frühsommer beispielsweise auch von der Berliner Sparkasse angekündigt, die Gebührenmodelle für ihre Girokonten einer Prüfung zu unterziehen. Insofern dürfte auch hier demnächst mit einer Verteuerung beziehungsweise mit einer Einschränkung des Inklusiv-Umfangs zu rechnen sein. Betroffene Kunden tun daher gut daran, neu angebotene Konditionen und Verträge umfassend zu betrachten und gegebenenfalls zu einer anderen Bank zu wechseln. Trotz des allgemeinen Trends zu schlechteren Konditionen gibt es noch immer Anbieter, die sich mit kundenfreundlichen Offerten oder einem besonders hohen Leistungsumfang positiv von der Masse abheben. Durch einen guten Online-Vergleich wie www.girokontovergleich.eu lassen sich insofern nach wie vor Banken mit günstigen Konditionen finden.



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